Fast überall auf der Welt werden Sie verstanden, wenn Sie mit „O.K.“ Ihre Zustimmung zu etwas äußern. Ebenso weit verbreitet wie das Kürzel selbst sind allerdings zahlreiche Legenden über die Herkunft des Ausdrucks. Wir klären auf.

Der Ausdruck „O.K.“ ist auf der ganzen Welt verbreitet. Egal ob auf Englisch, Deutsch, Spanisch oder Russisch können Sie mit dem Begriff ihr Einverständnis ausdrücken. Darüber, woher das Kürzel stammt, gibt es viele unterschiedliche Geschichten – und erstaunlich viel wissenschaftliche Forschung.

Ein Deutscher mit dem Namen Otto Keller soll in den frühen Jahren des US-amerikanischen Automobilherstellers Ford für die Qualitätsprüfung zuständig gewesen sein. Jedes einzelne Fahrzeug, das die Fabrik verließ, habe er mit seinem Namenskürzel „O.K.“ gekennzeichnet. So hätten die beiden Buchstaben die Bedeutung erhalten, dass alles in Ordnung ist.

Diese Geschichte kursiert vor allem in Deutschland in zahlreichen Variationen. Einer anderen Version zufolge war der gewissenhafte Deutsche Kartoffelzüchter in Zentralamerika und hieß Oskar Keller.

Wissenschaftler erforschen die Herkunft des Ausdrucks „O.K.“

Für keine dieser Legenden gibt es Belege. Wohl aber für eine andere Erklärung: Der Begriff „O.K.“ weckte nämlich auch die Neugier von Sprachforschern, die in kleinteiliger Quellenarbeit nachspürten, wo er erstmals auftauchte.

Fündig wurde der Etymologe Allen Walker Read in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1839. Die „Boston Morning Post“ verwendete die Abkürzung darin für „all correct“. Was haben aber die Buchstaben „O.K.“ mit diesem Ausdruck zu tun?

Read konnte nachweisen, dass es zu der Zeit in Boston die Mode gab, Abkürzungen mit Absicht orthografisch falsch zu wählen. Die Anfangsbuchstaben von Wörtern wurden so gewählt, dass sie anders oder absichtlich falsch geschrieben wurden – aber ähnlich klangen.

Der Ausdruck „no use“ („kein Nutzen“) etwa wurde mit „KY“ („know yuse“) und „enough said“ („genug gesagt“) mit „NS“ („nuff said“) abgekürzt. „All correct“ wurde dadurch zu „oll korrect“ – und dementsprechend mit „O.K.“ abgekürzt.

Verwendete Quellen:

  • American Heritage Dictionary: „O.K.“
  • Allen Walker Read: „Successive Revisions in the Explanation of ‚O.K.'“
  • Allen Walker Read: „The Folklore of ‚O.K.‘